Mit Beginn der warmen Jahreszeit halten sich Groß und Klein wieder vermehrt im Freien auf. Beim Radfahren, Schwimmen und im Straßenverkehr werden auch in diesem Jahr zahlreiche Unfälle passieren – helfen Sie mit, das zu vermeiden!
Unfälle sind in Europa die häufigste Todesursache bei Kindern. In Österreich ereignen sich pro Jahr ca. 173.000 Kinderunfälle. Jede Woche stirbt ein Kind an den Folgen eines Unfalls. Durch die Umsetzung von Vorkehrungsmaßnahmen könnten bis zu 90% der Verletzungen vermieden werden.
¾ aller Kinderunfälle ereignen sich im Haus oder Gartenbereich. Die tödlichen Unfälle passieren zur Hälfte in Heim/Freizeit/Sport und zur Hälfte im Straßenverkehr.
Ertrinken ist die häufigste Todesursache bei Kleinkindern. Pro Jahr ertrinken in Österreich 8 Kinder. Einige wichtige Regeln sollte man immer beachten, egal ob sich ein Kind in der Badewanne, im Schwimmbad oder in einem See aufhält:
Wenn Sie einen Garten besitzen, achten Sie auf Wasser in Gefäßen und Planschbecken - Kleinkinder können bereits in wenigen cm Wassertiefe ertrinken. Schwimmbeckenbesitzer sollten auf allen vier Seiten Zäune (Höhe 1,50 m) anbringen!
Ob Radfahren im Sommer oder Schifahren/Eislaufen/Rodeln im Winter – das Tragen eines Helmes reduziert das Risiko für eine Kopfverletzung um 85%! Dies gilt selbstverständlich auch für die Eltern, die für ihre Kinder als Vorbild wirken. 75% von tödlich verunglückten Radfahrern wären noch am Leben, hätten alle einen Radhelm getragen.
Die Verkehrserziehung sollte so früh wie möglich beginnen. Dabei soll neben der Wichtigkeit von Ampeln auch auf die Gefahr der parkenden Autos hingewiesen werden. Kinder können durch losfahrende Autos verletzt werden oder von vorbeifahrenden Fahrzeugen erfasst werden, wenn sie zwischen parkenden Autos hindurch auf die Straße laufen. Reflektoren können vor allem bei Dämmerung und Dunkelheit zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.
Für das Mitfahren von Kindern im Auto gilt: Legen Sie keinen Meter im Auto ungesichert zurück. Achten Sie auf einen genormten Sitz (ECE 44) in der passenden Gewichtsklasse und die richtige Montage – der Fahrzeuggurt muss straff angezogen werden! Bei aktivem Beifahrerairbag ist die Verwendung von gegen die Fahrtrichtung gerichteten Sitzen auf dem Beifahrersitz absolut verboten. Viele interessante Details finden Sie auch unter HYPERLINK "http://www.autokindersitz.at" www.autokindersitz.at
Täglich werden in Österreich 2 Kinder von einem Hund verletzt, die meisten Kinder sind unter 2 Jahre alt. Erklären Sie Ihrem Kind, sobald es laufen kann, die wichtigsten Regeln im Umgang mit Hunden, besonders, dass sie nicht an Hunden vorbeilaufen sollen und nie ein fressendes oder schlafendes Tier stören sollen. Vermeiden Sie falsches Zutrauen. Selten beißt der eigene Hund zu, aber 3/4 der Unfälle werden durch einen bekannten Hund verursacht.
Weitere nützliche Informationen finden Sie auf www.grosse-schuetzen-kleine.at >