Ringelröteln (Erythema infectiosum, "Fünfte Krankheit")

Was sind Ringelröteln?

Ringelröteln sind eine Infektionskrankheit, die durch Viren, Parvo-Viren, verursacht wird. Wer einmal an Ringelröteln erkrankt ist, besitzt lebenslangen Schutz gegen die Krankheit. Der jahreszeitliche Erkrankungsgipfel liegt im Winter und im Frühjahr.

 

Wie werden Ringelröteln übertragen?

Die Übertragung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion durch Niesen, Husten oder Sprechen.

Die Krankheit ist bereits eine Woche vor Auftreten des Hautausschlags ansteckend. Sobald der Hautausschlag erscheint, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr!

Ringelröteln sind nur wenig ansteckend. Alle paar Jahre treten aber bei Klein- und Schulkindern kleinere Epidemien auf.

Was sind die Anzeichen für Ringelröteln?

Die schmetterlingsförmige Hautrötung beginnt im Gesicht, auf Wangen und Nasenwurzel. Nach einem bis vier Tagen breitet sich der Ausschlag auf die Arme, Beine und dann auf den gesamten Körper aus. Ausgespart bleiben Handinnenflächen und Fußsohlen. Besonders stark betroffen sind die Streckseiten von Armen und Beinen. Der Hautausschlag erscheint girlandenartig und kann in seiner Ausprägung stark schwanken.

 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose wird klinisch gestellt. Der Ausschlag ist charakteristisch.

Wie werden Ringelröteln behandelt?

Bei Juckreiz helfen kühle Umschläge und juckreizstillende Medikamente. Bei Fieber sollten fiebersenkende Medikamente verabreicht werden.

Welche Komplikationen können auftreten?

Bei erkrankten Kindern gibt es kaum Komplikationen. Schwangere, die nie Ringelröteln hatten, sind gefährdet. Erkranken sie an Ringelröteln, kann in 5 bis 10 Prozent das Virus auch den Fötus infizieren und die Blutbildung beim Ungeborenen beeinträchtigen. Eine mögliche Infektion lässt sich durch eine Blutuntersuchung feststellen.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

Gegen Ringelröteln gibt es keine Vorbeugung.

 
 

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